Muay Thai/Thaiboxen kennen die meisten als harten Ringsport
aus dem Fernsehen oder von Thaibox-Galas. Was viele
aber nicht wissen ist, dass die Wurzeln des Thaiboxens, auf
die traditionelle Kampf- und Kriegskunst namens Muay Boran
zurückgehen.
Im Ring wird nur eine sehr begrenzte Anzahl Techniken
des kompletten Repertoires des Muay Thai genutzt. Die
traditionelle Kampfkunst Muay Thai besteht aber aus sehr
viel mehr Techniken, Strategien und Prinzipien, deren Effizienz
ausser Frage stehen und sehr wirkungsvoll angewendet
werden können - nicht zu letzt auch, zu Zwecken der
Selbstverteidigung.
Viele dieser Techniken stammen aus einer Zeit, als es noch
keine Wettkämpfe und somit auch kein einschränkendes
Regelwerk gab.
Entwickelt und Angewendet wurde das Muay Thai vorwiegend
auf den Schlachtfeldern Siams (Thailand) und diente somit in
erster Linie militärischen Zwecken. Durch die Erfahrungen auf
den blutigen und grausamen Schlachtfeldern, wurde das
Muay Thai über Jahrhunderte hinweg zu einem aussergewöhnlichen
und hoch effektiven Kampfsystem entwickelt und von
Generation zu Generation weitergegeben.
Da Muay-Thai als thailändisches Kulturgut gilt, wird diese Kampfkunst vom thailändischen Staat besonders geschützt und gefördert. Zuständig für Khan Prüfungen im Muay-Thai ist die International Federation of Muay Thai Amateurs (I.F.M.A.) und das World Muay Thai Council (W.M.C.). Das Graduierungssystem im Muay Thai, beginnt beim 1. Khan (weisses Pajeat) und endet beim 16. Khan (Gold/Silber). Jeder Sportler erhält einen internationalen W.M.C./I.F.M.A Sportpass der weltweit Gültigkeit hat. Ziel sind die Aufnahme des Muaythai in die olympischen Spiele.